Machbarkeitsstudie für die
Erweiterung
VIE-GEPÄCKZENTRALE
Flughafen Wien AG, 1300 Wien
Die bestehende Gepäckzentrale am Flughafen Wien-Schwechat ist durch ihre
räumliche Beengtheit nicht weiter ausbaubar.
Dadurch konnten bereits 1997 die erforderlichen Kapazitätserhöhungen in der
Gepäckmanipulation nicht mehr bewältigt werden.
Durch die EU-Vorschreibungen mussten für die „zweit Händling Anbieter“ durch VIE
eigene Zielboxen zur Verfügung gestellt werden. Dadurch sind zusätzliche
Manipulationsflächen notwendig.
In weiterer Folge wird für die Standortfestigung des Flughafen Wien ein
wesentliches Kriterium sein, welche Serviceleistungen den Airlines angeboten
werden können. Diese Leistungen wie z.Bsp. X-Ray Kontrollen,
Gepäckbehandlung-First, Business, Economy, etc sowie die Möglichkeit das Gepäck
bereits 24 Stunden vor Abflug am Check-In abgeben zu können, werden von den
Airlines sicher mittelfristig verlangt werden bzw. Sind bereits in der
Gebührenordnung enthalten.
Die Machbarkeitsstudie durchlief folgende Stadien:
- Bewertung und Einarbeitung der von VIE zur Verfügung
gestellten Bedarfserhebung und Randbedingungen in die
Machbarkeitsstudie
- Plausibilitätsprüfung
- Erarbeiten von Lösungsvarianten mit Diskussion
- Mitarbeit bei der Bewertung der Varianten nach
vorvereinbarten, projektspezifischen Kriterien
- Entscheidung über Lösungsvarianten
- Technischwirtschaftliche Ausarbeitung zu gewählten
Varianten.
Die Funktionalität der GPZ hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab.
Die Wesentlichen sind:
- Kapazitätsauslegung der Anlage bezogen auf
Passagiere/Jahr/Starts/Landungen
- Lage der Zentrale hinsichtlich der Terminals und den
Luftfahrzeugabstellflächen
- Anlagentechnik
- EDV-Logistik, Rechnerredundanz
- Technologieentwicklungen
- Erfüllbarkeit von zukünftigen Behördenvorschreibungen (ICAO)
- Erfüllbarkeit von zukünftigen Airlineswünschen
- Berücksichtigung Masterplan 2015
- Erweiterungsmöglichkeiten, sowohl baulich als auch
anlagentechnisch
- Verfügbarkeit von Bereitstellungs- und Verkehrsflächen
- Passagierwege und Passagierfluß
- Gepäckfluß innerhalb und außerhalb der Zentrale
- Gepäcklaufzeiten
- Ausreichende Frühgepäckspeicherkapazitäten
- Notfördereinrichtungen
- Investitionskosten
- Desinvestitionskosten
- Umsetzbarkeit in Bauphasen
- Einfluß auf den Betrieb während des Umbaues bzw.
Erweiterung.
Empfohlene Neuerungen welche in der Machbarkeitsstudie erläutert wurden sind z.
Bsp:
- Laterals
- Frühgepäckspeicher
- Race Track
- Ausabebänder
- X-Ray Kontrollen
- Radio tags
- Vehicle free
- Bahnankunft
- City-Airterminal
In weiterer Folge wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt.
Im nächsten Schritt der Machbarkeitsstudie wurde der Bedarf an
- GPZ-Flächen
- Zielboxen
- Sorter
- Frühgepäckspeicher
- Race Tracks
- Ausgabebänder
- X-Ray Kontrollen
- Passenger-Baggage-Reconciliation
- Radio tags
- Fördereinrichtungen
- Kommunikationssysteme
jeweils für die Jahre 2005, 2009 und 2015 ermittelt.
Für diese Szenarien wurden bis zu sieben Varianten ausgearbeitet, wobei zwei
Varianten in die engere Wahl kamen und weiter ausgearbeitet wurden.
Für diese zwei Varianten wurde eine Kriterienauswertung bezüglich
- Wege innerhalb der Zentrale
- Wege außerhalb der Zentrale
- Gepäcklaufzeiten
- Gepäckfluß für die Terminals
- Minimum Zeiten
- Bereitstellung- und Verkehrsflächen
- Gepäckfluß „INCOMING“
- Gepäckfluß „TRANSFER“
- Rückfallebene beim Ausfall von Sortier- und Förderanlagen
- Einfluß auf den Betrieb während des Umbaues
- Bauphasen
- Passagierwege und Passagierfluß
- Gewichtung der Wegzeiten zwischen bestehender Ankunft und
neuem Terminal
- Gepäckabholung.
Anschließend wurden Lösungsansätze für die EDV und der Logistik beschrieben.
Im letzten Schritt wurde eine Empfehlung für eine unserer Meinung nach zu
bevorzugenden Variante abgegeben.